Archäologischer Park Monkodonja

Ungefähr 5 km im Südosten von Rovinj liegt die archäologische Ausgrabungsstätte Monkodonja die 1953 entdeckt wurde. Die erste Grabungsperiode dauerte von 1953 bis 1955, die zweite von 1997 bis 2002.

Es wurde eine ansatzweise Rekonstruktion von Teilen der Anlage begonnen. Die Ausgrabungsergebnisse lassen darauf schließen, daß es sich bei Monkodonja um eine protourbane Siedlung handelt, die von massiven Ring-Trockenmauern umgeben war. Das Baumaterial dafür und für Teile der Behausungen wurde aus dem Abraummaterial des Hügelkopfes gewonnen, auf dem dadurch terrassenartige Flächen enstanden. Die Siedlung war zwischen 1800 und 1200 v. Chr. dauerhaft bewohnt.

Die protourbane Siedlung auf der Bergkuppe war von fruchtbarem Land umgeben. Sie war von einer mächtigen Ringmauer umschlossen, die durch ein nördliches und ein westliches Tor unterbrochen war. Man geht davon aus, daß die in Trockenbautechnik errichteten Verteidigungsmauern mehr als einen km lang und ca. 3 Meter dick und ebenso hoch waren. Nicht weit vom Pfad, der durch das nördliche Haupttor führt, gibt es eine etwa 50 Meter tiefe Höhle. Ihr Verwendungszweck ist noch nicht ganz geklärt, sie ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Die damalige Einwohnerzahl wird auf ca. 1000 Personen geschätzt. Auf dem höchsten Punkt der Siedlung lag die sog. "Akropolis", darunter die "obere Stadt", darunter wiederum die "untere Stadt". Die Häuser differierten in ihrer Ausrichtung, Größe und Bauweise. Sie waren durch enge Straßen und Durchgänge voneinander getrennt. Jedes Wohnhaus hatte eine Feuerstelle. In deren Nähe wurden viele Tonscherben gefunden, die zum Teil in örtlichen Werkstätten wieder zusammengesetzt wurden. Einige der Gefäße stammen aus dem östlichen Mittelmeerraum.

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